Warum baut die Sparkasse Saarbrücken neu, statt das bestehende Gebäude am Neumarkt zu sanieren?
Eine umfassende Sanierung des aktuellen Ensembles wurde detailliert durch externe Gutachter geprüft, erwies sich jedoch als technisch und wirtschaftlich nicht umsetzbar.
Die Gebäudestruktur, deren Kernbereiche aus den 1930er-, 1950er-, und 1990er-Jahren stammen, ist technisch am Ende ihrer Lebensdauer.
Die Statik erlaubt keine Integration moderner IT- und Haustechnik, die Klimaanlage arbeitet mit veralteten Kältemitteln und die Wärmedämmung der Außenhülle ist nicht auf einen Stand zu bringen, der den heutigen Anforderungen genügt.
Zudem müssten sämtliche Leitungen und Rohre unter enormem Aufwand komplett ersetzt werden, da sie nach Jahrzehnten des Betriebs ihre Lebensdauer erreicht oder bereits überschritten haben.
Da der starre Grundriss zudem zeitgemäße Beratungsabläufe verhindert, ist ein Neubau die einzige wirtschaftliche Lösung, um die massiven Instandhaltungs- und Energiekosten des Altbaus dauerhaft zu senken.
Ist ein Neubau nicht unverhältnismäßig teuer?
Diese Frage haben wir durch ein externes Gutachten ernsthaft prüfen lassen.
Das Ergebnis: Eine vollständige Sanierung des Bestandsgebäudes wäre, wenn sie technisch überhaupt möglich wäre, mittelfristig teurer als ein Neubau, da sie die grundlegenden Probleme der alten Bausubstanz nicht löst, sondern nur aufschiebt.
Zudem würde ein saniertes Gebäude weiterhin hohe Betriebskosten verursachen, weil es energetisch nicht auf einen modernen Stand gebracht werden kann.
Ein Neubau ist langfristig die wirtschaftlich verantwortungsvollere Entscheidung.
Werden aufgrund des Neubaus die Preise erhöht?
Nein, der Neubau hat keinen Einfluss auf die Preisgestaltung. Langfristig ist diese Investition sogar eine Maßnahme zur Kostensenkung, da ein modernes, energieeffizientes Gebäude deutlich geringere Betriebskosten verursacht als der technisch veraltete Altbau.
Ziel ist eine nachhaltige Wirtschaftlichkeit, der wir uns als regionale Sparkasse verpflichtet haben.
Wo finde ich die Sparkasse, solange am Neumarkt gebaut wird?
Für die Dauer der Bauarbeiten werden wir ein Ausweichquartier innerhalb von Saarbrücken beziehen, damit unser Service und die Beratung lückenlos erreichbar bleiben.
Wo genau dieser Interimsstandort sein wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest, da wir aktuell verschiedene Optionen im Stadtgebiet prüfen.
Wir werden den Standort rechtzeitig bekannt geben, sobald dieser feststeht.
Bis zum eigentlichen Baustart bleibt das Team am Neumarkt am gewohnten Platz für Sie da.
Ist mein Ansprechpartner weiterhin erreichbar?
Ja. Auch während der Bauzeit werden unsere Beraterinnen und Berater für Sie erreichbar sein, sowohl in unseren anderen Filialen als auch über digitale Kanäle und Videoberatung.
Details dazu kommunizieren wir rechtzeitig vor Baubeginn.
Wird es im neuen Gebäude weiterhin einen Servicebereich und eine Kasse geben?
Ja, der persönliche Kontakt vor Ort bleibt ein zentraler Bestandteil unseres Angebots am Neumarkt.
In der neuen Hauptstelle wird es einen Servicebereich, eine SB-Kasse und ein SB-Center geben.
Auch wenn digitale Prozesse zunehmen, planen wir das neue Gebäude so, dass ausreichend Raum für die persönliche Beratung und den direkten Service bleibt.
Was passiert während der Bauzeit mit den Schließfächern?
Es wird auch im Neubau höchstwahrscheinlich wieder eine moderne Schließfachanlage geben.
Für die Dauer der Bauarbeiten ist es jedoch unumgänglich, dass die bestehenden Schließfächer im aktuellen Gebäude geleert werden, da die Tresoranlage im Zuge des Rückbaus nicht vor Ort verbleiben kann.
Sie müssen aktuell nichts unternehmen; wir werden alle betroffenen Kundinnen und Kunden rechtzeitig und persönlich kontaktieren, um den Ablauf und die Zeiträume für die Räumung der Fächer abzustimmen.
Wie sieht der genaue Zeitplan für das Projekt aus?
Nach aktuellem Planungsstand streben wir für den Rückbau und den Neubau einen Zeitraum von 2028 bis Ende 2031 an.
Da wir uns derzeit noch in einer sehr frühen Phase befinden, der Architektenwettbewerb und die detaillierte Fachplanung stehen noch aus, sind diese Daten als vorläufige Zielmarken zu verstehen.
In einem Projekt dieser Größenordnung hängen die genauen Termine von Genehmigungsverfahren und dem Fortschritt der Ausschreibungen ab, weshalb der Zeitplan im weiteren Verlauf angepasst werden kann.
Wird das Parkhaus weiterhin erreichbar sein?
Das bestehende Parkhaus wird während der Bauphase, also voraussichtlich ab 2028, nicht mehr zur Verfügung stehen.
Die aktuelle Planung sieht jedoch vor, dass am Standort Neumarkt auch zukünftig wieder ein Parkhaus entstehen wird, um die Erreichbarkeit für Kundinnen und Kunden und die Innenstadt langfristig zu sichern.
Wie steht es um den Brandschutz im aktuellen Gebäude?
Der Brandschutz ist einer der kritischsten Punkte bei der Bewertung des Bestands.
Die aktuellen gesetzlichen Anforderungen an den Brandschutz haben sich seit dem Bau der verschiedenen Gebäudeteile massiv verschärft.
In der vorhandenen Bausubstanz lassen sich notwendige Maßnahmen, wie etwa die Schaffung zusätzlicher Fluchtwege, der Einbau moderner Brandmeldeanlagen oder die brandschutztechnische Trennung einzelner Bereiche, nur schwer realisieren.
Ein Neubau bietet hier den entscheidenden Vorteil, dass alle modernen Sicherheitsstandards von Anfang an integraler Bestandteil der Planung sind.
Dies garantiert ein Höchstmaß an Sicherheit für Kundinnen, Kunden und Mitarbeitende.
Warum wird von einem „Rückbau“ statt von einem Abriss gesprochen?
Wir haben uns bewusst für einen kontrollierten Rückbau entschieden, da dies der ökologisch verantwortungsvollste Weg ist.
Im Gegensatz zu einem klassischen Abriss werden die verschiedenen Materialien des Gebäudes, wie Beton, Metalle und Kunststoffe, direkt vor Ort sortiert und in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt.
Dies ist aufgrund der unterschiedlichen Bauphasen der bestehenden Gebäude ein technisch anspruchsvoller Prozess, der jedoch eine deutlich bessere Umweltbilanz aufweist als ein einfacher Abriss.
Wird der Neubau ökologisch nachhaltig gebaut?
Nachhaltigkeit ist ein zentrales Kriterium bei der Planung. Konkrete Entscheidungen zu einzelnen Maßnahmen wie Photovoltaik, Geothermie, oder bestimmten Bausystemen entscheiden sich im Rahmen des Architektenwettbewerbs und der anschließenden Detailplanung.
Wir werden Sie darüber informieren, sobald die Konzepte feststehen.
Wie werde ich über den weiteren Fortschritt des Projekts informiert?
Wir berichten regelmäßig auf unseren digitalen Kanälen und auf unserer Website über den Stand des Projekts, von den Ergebnissen des Architektenwettbewerbs über die Genehmigungsphase bis hin zum Baubeginn und den Meilensteinen während der Bauzeit.
Wer unmittelbar betroffen ist, etwa als Schließfachmieter, wird zusätzlich persönlich informiert.
Wo kann ich mich als Architekt, Dienstleister oder Handwerker bewerben?
Im Mai 2026 startet der Architektenwettbewerb, an dem sich Architekten bewerben können. Der Zulassungsbereich ist nicht begrenzt, wobei die Wettbewerbssprache deutsch ist. Ergebnisse liegen Ende des Jahres 2026 vor.
Der Wettbewerb wird für die Architekten auf den Plattformen www.competitionline.com und www.wettbewerbe-aktuell.de voraussichtlich ab dem 27. April 2026 veröffentlicht.
Für alle anderen Dienstleister und Handwerker ist es momentan noch zu früh, sich zu bewerben bzw. Angebote abzugeben.
Wir werden unter anderem an dieser Stelle informieren, sobald Bedarf besteht.
